Non-Financial-Risk-Charakteristika begründen dringenden Handlungsbedarf

(c)istock/EXTREME PHOTOGRAPHER
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Es ist nicht leicht zu verstehen, was sich genau hinter den Panama Papers, dem Danske-Skandal oder Cum-Ex-Geschäften verbirgt. Dennoch werden die meisten eine negative Assoziation beschreiben. Durch die digitalen Medien verbreiten sich Informationen schneller denn je. Und auch, wenn die Masse an Informationen exponentiell zugenommen hat, prägen sich Skandale und negative Nachrichten aufgrund der zahlreichen Wiederholungen gut ein. Was bleibt, ist zumindest eine düstere Erinnerung in den Köpfen der Menschen und aus Unternehmenssicht im Zweifel ein spürbarer Image- oder Reputationsschaden.

Häufig lassen sich solche Negativereignisse auf Missmanagement oder Mitarbeiterfehlverhalten und damit auf sogenannte Non-Financial Risks (NFR) zurückführen. Aber wie lassen sich NFR innerhalb der bestehenden Risikomanagementstrukturen effizient kontrollieren? Zur Beantwortung dieser Frage muss verstanden werden, welche Merkmale NFR aufweisen und was diese für den sich daraus ergebenden Handlungsbedarf bedeuten.

Non-Financial Risks entstehen im Umfeld des operativen Tagesgeschäfts

Die drei klassischen Bankrisikoarten Kredit-, Liquiditäts- und Marktpreisrisiko lassen sich unter dem Begriff Financial Risks zusammenfassen. Während diese typischerweise aus dem gewöhnlichen Geschäftsablauf resultieren, zeichnen sich Non-Financial Risks dadurch aus, dass sie eben nicht aus diesem hervorgehen. Sie entstehen vielmehr im Umfeld des operativen Tagesgeschäfts und stören den Geschäftsablauf.

Die Beschreibung der Non-Financial Risks gestaltet sich aufgrund einer fehlenden einheitlichen Definition schwieriger. Zunächst wurden häufig die operationellen Risiken und Reputationsrisiken unter dem Begriff zusammengefasst. Inzwischen hat sich der Ausdruck als Sammelbegriff für verschiedenste Risiken etabliert. Dazu zählen bspw.

  • Risiken durch Betrug,
  • Management,
  • Mitarbeiter,
  • Dienstleister,
  • Auslagerungen,
  • Cyberattacken,
  • Datenskandale,
  • Modellrisiken und
  • Nachhaltigkeit

Da die zahlreichen Risiken innerhalb der gesamten Bankorganisation in den unterschiedlichsten Abteilungen auftreten, lassen sich NFRs nicht im konventionellen Sinne eingrenzen.

Notwendigkeit effizienter NFR-Strukturen

Auch wenn das Verständnis über Non-Financial Risks immer schärfer und das Bewusstsein über deren Relevanz immer größer wird, scheitern Banken meist bei der Umsetzung eines kosteneffizienten NFR-Managements und der effektiven Kontrolle der Non-Financial Risks.

So hat sich in Deutschland das Image der Banken in der öffentlichen Wahrnehmung aufgrund der vielen Skandale und Negativschlagzeilen deutlich verschlechtert. Skandale wirken sich negativ auf die Reputation aus und sind nicht selten mit Klagen und Gerichtsverhandlungen verbunden, welche auch die Profitabilität unmittelbar negativ beeinflussen.

Jedoch fehlen den Banken die notwendigen Strukturen zur effektiven Kontrolle der Non-Financial Risks. Dabei sind Banken gut beraten, diese Art von Risiken nicht auszublenden. Der Datenskandal um Facebook oder der Dieselskandal um Volkswagen verdeutlichen schließlich – wenn auch als branchenfremde Beispiele – welches Ausmaß Non-Financial Risks annehmen können. Die Notwendigkeit, sich diesen Risiken zu widmen, um sie erfolgreich identifizieren, bewerten und steuern zu können, lässt sich nicht wegdiskutieren.

Non-Financial Risk werden häufig von unterschiedlichen Verantwortlichen betreut

Historisch werden NFR von unterschiedlichen Verantwortlichen betreut, da sie innerhalb der gesamten Bankorganisation auftreten. So wird das Mitarbeiterrisiko beispielsweise von der Personalabteilung und das Cyberrisiko von der IT-Abteilung verantwortet. Durch die dezentrale Quantifizierung haben sich uneinheitliche Bewertungsmethoden und aufwendige Berichtsstrukturen zur Weiterleitung der Informationen an das Risikomanagement etabliert. Aufgrund fehlender Standardisierung muss das Risikomanagement die erhaltenen Informationen nach den eigenen Vorstellungen aufbereiten, um sie sachgemäß weiterverarbeiten und Bericht erstatten zu können.

Komplexe Prozesse und verworrene Strukturen bergen Kostensenkungspotenziale. Unbemerkt etablieren sich redundante Tätigkeiten und unnötiger Mehraufwand stellt sich ein. Im gegenwärtigen Marktumfeld sind die Banken zu kostensparenden Lösungen gezwungen.

Das TME NFR-Framework bietet Optimierungspotenzial im Zuge einer schnellen, effizienten und kostengünstigen Einbindung in die bestehenden Risikomanagementstrukturen. 

Wie Non-Financial Risks ganzheitlich, effizient und erfolgreich mit Hilfe des TME Frameworks gesteuert werden, erfahren Sie in unserem nächsten Artikel ab dem 18.06.2019!

Autor

Florian ist Consultant im Bereich
Finance & Risk und Experte für Fragestellungen
um die Themen Non-Financial Risk und
Robotic Process Automation (RPA).

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