BITKOM hub conference: Digitalisierung wälzt Finanzindustrie um - TME AG - The Transformation Management Experts
TME Pressemitteilung

BITKOM hub conference: Digitalisierung wälzt Finanzindustrie um

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BAD SODEN AM TAUNUS. Die Digitalisierung der Finanzdienstleistungsbranche ist in vollem Gange.
Banken, die auf diese Entwicklung nicht reagieren, riskieren ihre Wettbewerbsfähigkeit. So lautete
der Tenor der BITKOM hub conference, die am 11. Dezember in Berlin stattfand. Der Fachkongress
lockte dieses Jahr mehr als 1.900 Teilnehmer an, darunter Politiker, Wissenschaftler, Global
Player, Start-ups, Investoren und CIOs aus aller Welt. Gemeinsam widmeten sie sich einem zentralen
Thema: der Digitalisierung der Wirtschaft. Auch Trends und neue Geschäftsmodelle im Banking
standen auf dem Programm.

Insbesondere auf der Black Stage wurde deutlich, was Banken im digitalen Zeitalter zu erwarten haben:
„Die smarte Nutzung von Kundendaten, The Internet of Things und die stetig wachsende Konnektivität führt
zu einer grundlegenden Veränderung des Nutzerverhaltens“, fasst Stefan Roßbach vom TME Institut für
Vertrieb und Transformationsmanagement e. V. zusammen. Der Bankkunde der Zukunft will mehr Convenience
und mehr User Experience. „Gefragt sind Finanzlösungen, die für den digital versierten Nutzer
schnell, einfach und zu jeder Zeit per Smartphone und Internet verfügbar sind“, so der Finanzexperte.


Kooperationspotenzial bei Crowdlending und Robo Advisory

Aktuell stehen Banken vor der Herausforderung, diese Kundenbedürfnissen möglichst schnell in ein wettbewerbsfähiges
Digital Banking-Angebot zu übersetzen. Bei der Umsetzung haben die Geldhäuser mehrere
Möglichkeiten – von der Eigenentwicklung digitaler Finanzdienste über die gezielte Unterstützung
von Start-ups durch Inkubation oder Finanzierung mit Wagniskapital bis hin zu Vertriebskooperationen mit
Fintechs. Auf der hub conference wurden die einzelnen Optionen intensiv diskutiert. Das Ergebnis: Je nach
Ausgangslage einer Bank hat jede Variante ihre Berechtigung. Kooperationen bieten sich insbesondere im
Crowdlending, der Vermittlung von Verbraucherkrediten, und im Robo Advisory, der algorithmusgesteuerten
Vermögensverwaltung, an.
„Doch egal, für welchen Weg sich eine Bank entscheidet, wichtig ist, die Make-or-Buy-Entscheidung zügig
zu treffen“, betont Roßbach. Um nicht ins Hintertreffen zu geraten, sollten Banken in den kommenden
Monaten die eigene Wertschöpfungskette nach Digitalisierungspotenzialen analysieren und die digitale
Evolution ihres Geschäftsmodells vorantreiben. Gleichzeitig will die Entwicklung digitaler Lösungen durchdacht
sein. In Berlin betonten Lendico, SavingGlobal und Number26, drei der erfolgreichsten Fintechs am
Markt, dass es vor allem auf ein technisch ausgereiftes Back-End ankomme, um eine durchgängige digitale
User-Experience zu ermöglichen. Um sich im Digital Banking zu behaupten, muss eine App dem Nutzer
mehr bieten, als eine bedienerfreundliche Oberfl äche, so die Erfahrung der Branchenexperten. Viel entscheidender
sei, dass die Technik dahinter fl exibel und schnittstellentauglich ist, um dem Bankenkunden
auch auf lange Sicht einen echten Mehrwert zu stiften.


Blockchain als disruptiver Trend

Als disruptiver Trend wurde außerdem das Thema „Blockchain & Bitcoin“ aufgegriffen. Finanzmarktexperte
Rainer Voss sieht für Geschäftsmodelle, die auf dieser Technologie basieren, großes Potenzial. So
ermöglicht Blockchain beispielsweise den schnellen und kostengünstigen Transfer von Vermögenswerten
und Finanzprodukten zwischen Individuen, ohne dass ein Intermediär erforderlich wäre. Denkbar sei, dass
durch das dezentrale Datenverwaltungssystem auch die Rolle des Clearinghauses im Settlement von Wertpapiertransaktionen
entfällt. „Angesichts dieser Möglichkeiten sollten Banken sich umfangreich über die
neue Transaktionstechnik informieren“, rät Roßbach. Nur so lasse sich im Einzelfall herausfinden, ob das
P2P-Netzwerk für das eigene Geschäftsmodell eine Bedrohung oder Chance darstellt.